Der Bierbreuwer
Der Bierbreuwer aus dem Ständebuch von 1568

 

Auß Gersten sied ich gutes Bier,
Feißt und süß, auch bitter monier,
In ein Breuwkessel weit und groß,
Darein ich denn den Hopffen stoß,
Laß den in Brennten külen baß,
Damit füll ich darnach die Faß
Wol gebunden und wol gebicht,
Denn giert er und ist zugericht.

Hans Sachs 1494 - 1576

 


(Quelle: de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Bierbrauer.jpg&filetimestamp=20090822113323)

 

 

Das Reinheitsgebot

Wir verordnen, setzen und wollen mit dem Rat unserer Landschaft, dass forthin überall im Fürstentum Bayern sowohl auf dem Lande wie auch in unseren Städten und Märkten, die keine besondere Ordnung dafür haben, von Michaeli (29. September) bis Georgi (23. April) eine Maß (bayerische, entspricht 1,069 Liter) oder ein Kopf (halbkugelförmiges Geschirr für Flüssigkeiten – nicht ganz eine Maß) Bier für nicht mehr als einen Pfennig Münchener Währung und von Georgi bis Michaeli die Maß für nicht mehr als zwei Pfennig derselben Währung, der Kopf für nicht mehr als drei Heller (gewöhnlich ein halber Pfennig) bei Androhung unten angeführter Strafe gegeben und ausgeschenkt werden soll. ...

(Quelle: de.wikipedia.org/wiki/Reinheitsgebot)

Zoiglbier im Schlosshof

Logo der Kommunbrauer

Bei uns wird "Echter Zoigl vom Kommunbrauer" ausgeschenkt. Dieses Markenzeichen dürfen wir führen, da wir unser Zoiglbier im Windischeschenbacher Kommunbrauhaus  selbst brauen, im hauseigenen Bierkeller pflegen und in der ortsansässigen Zoiglstube ausschenken.

Der Chef beim brauen


Was ist Zoigl?


Zoigl ist ein untergäriges Bier, das nach traditioneller Weise in einer offenen Sudpfanne über dem Holzfeuer gebraut wird. Es werden nach dem Reinheitsgebot nur Wasser, Malz, Hopfen und Hefe als Zutaten verwendet.

Nach einer ca.: 10 tägigen Vergärung muß der Zoigl noch 4 Wochen lagern bevor er seinen vollen Geschmack erreicht.

Neben unserem Zoiglbier schenken wir die üblichen alkoholfreien Getränke wie Apfelschorle, Mineralwasser... aus.

 

Das Reinheitsgebot nach 1516

(Originatext)

"Wie das Pier Summer vie Winter auf dem Land sol geschenkt und prauen werden"

Item wir ordnen, setzen und wollen mit Rathe unnser Lanndtschaft das füran allenthalben in dem Fürstenthumb Bayrn auff dem Lande auch in unsern Stettn vie Märckthen da desáhalb hieuor kain sonndere ordnung gilt von Michaelis bis auff Georij ain mass über ainen pfennig müncher werung un von Sant Jorgentag biß auf Michaelis die mass über zwen pfennig derselben werung und derenden der kopff ist über drey haller bey nachgeferter Pene nicht gegeben noch außgeschenckht sol werden. Wo auch ainer nit Merrzn sonder annder pier prawen oder sonst haben würde sol erd och das kains weg häher dann die maß umb ainen pfennig schenken und verkauffen. Wir wollen auch sonderlichhen dass füran allenthalben in unsern stetten märckthen un auf dem lannde zu kainem pier merer stüchh dan allain gersten, hopfen un wasser genommen un gepraucht solle werdn. Welcher aber dise unsere Ordnung wissendlich überfaren unnd nie hallten wurde den sol von seiner gerichtsobrigkait dasselbig vas pier zustraff unnachläßlich so offt es geschieht genommen werden. jedoch wo ain brüwirt von ainem ainem pierprewen in unnsern stettn märckten oder aufm lande jezuzeutn ainen Emer piers zwen oder drey kauffen und wider unnter den gemaynen pawrfuolck ausschenken würde dem selben allain aber sonstnyemandes soldyemaßs oder der kopfpiers umb ainen haller häher dann oben gesetzt ist zugeben un ausschenken erlaube unnd unuerpotn.

 

(Quelle: Wikipedia)